Jeder fragt mich, was ich darf und was ich nicht darf.
Und ich freue mich über das Interesse.
Aber ihr habt alle Google oder Siri.
Die sind gerne hilfsbereit.
Es gibt da keine Bibel.
Kein Gesetzbuch.
'Das Veganesentum', so würd es heißen.
Exotisches Volk.
Ich muss Fragen beantworten, die ich tausend mal oder noch nie gehört habe.
Keinen Gedanken daran verschwendet oder das Gehirn zermatert.
Nichtsdestotrotz sind das meine Antworten.
Meine persönlichen Empfindungen.
Sie spiegeln meine Einstellungen wider.
Ich kann nicht für jeden Veganer Stellvertreter sein.
Genauso wenig wie jeder Bayer einen Kuhstall und Gummistiefel vorm Haus hat.
Differenzieren!
Ich habe eine Entscheidung getroffen, möglichst keinem Tier Leid zu zu fügen.
Mit der Natur im Einklang.
Und dafür eintreten.
Wie andere das handhaben, ist ein anderes Paar Schuh.
Auslegungssache.
Also fragt mich nach meiner Einstellung nur zu gerne.
Aber fragt nicht, ob es Veganern erlaubt ist.
Das kann ich schlichtweg nicht beurteilen.
Und fragt mich nicht, was ich darf und was ich nicht darf.
Denn ich will.
Ja ich will.
Ich mache das freiwillig.
Ich habe keine Eid geleistet und nicht auf etwas geschworen.
Ich mach es einfach.
Und könnte es auch lassen.
Aber das will ich nicht.
Und genau darum gehts.
Dienstag, 14. Juli 2015
Samstag, 27. Juni 2015
Ein guter Jahrgang.
Gestern war der Schlusspfiff. Die Spieler gehen vom Platz. Überlassen das Feld den anderen. Viele Jahre gemeinsam geschwitzt und gerannt. Und nun ist es vorbei.
Und ich wusste so wird es sein. Ich wusste, da wird es ein Ende geben. Und man fiebert diesem Ende entgegen und will endlich ankommen. Endlich fertig sein.
Und dann Leere. Plötzlich Sentimentalität über Personen, die man so nie vermissen würde.
Ab(sch)i(ed) ist schwer.
Und wir waren ein guter Jahrgang. Ein toller Jahrgang. Einsatz, Zusammenhalt und Durchsetzungsvermögen. Und wir habens alle geschafft.
Und da freut man sich. Und man feiert. Und dennoch jetzt Einsamkeit. Obwohl ich genau weiß, dass die Menschen nicht aus der Welt sind. Und ich auch so mitnichten mit allen etwas unternommen habe oder werde. Trotzdem ist es dieses vertraute Umfeld, ein soziales Gefüge, das einem Sicherheit gab.
Schaue ich zurück sehe ich viele tolle, nette Menschen. Schaue ich nach vorn sehe ich Ungewissheit und einen langweiligen Sommerjob.
Vielleicht vermisse ich nicht die Menschen, sondern das Gefühl des Aufgehoben Seins. Jeder hatte seinen Platz, man kannte sich teilweise 12, 8, oder aber auch nur ein, oder zwei Jahre lang. Das ist einfach ne verdammt lange Zeit, um jetzt einfach so getrennte Wege zu gehen. Und so ist es natürlich auch nicht.
Noch dazu fühle ich mich hier nicht wohl. Ein kleiner Ort, die Freunde anderswo. Ich hier, die dort. Und bald komplett fort.
Gerade prägt Einsamkeit meinen Emotionshaushalt. Vielleicht ist das normal nach einem Abend voll Hin-und-hergerissenheit, Freude, Lachen und purem Spaß. Aber ich hätte gerne diese Leere weg. Eine Füll-Anleitung. Überall würde ich mich gerade besser fühlen als hier. So fühlt es sich zumindest an. Vermissen und Abschied. Das gehört dazu. Und ich nehme es an und hoffe es geht vorbei.
Und Freunde, denkt dran:
It's been a long day without you my friend
And I'll tell you all about it when I see you again
We've come a long way from where we began
Oh I'll tell you all about it when I see you again
When I see you again
Und ich wusste so wird es sein. Ich wusste, da wird es ein Ende geben. Und man fiebert diesem Ende entgegen und will endlich ankommen. Endlich fertig sein.
Und dann Leere. Plötzlich Sentimentalität über Personen, die man so nie vermissen würde.
Ab(sch)i(ed) ist schwer.
Und wir waren ein guter Jahrgang. Ein toller Jahrgang. Einsatz, Zusammenhalt und Durchsetzungsvermögen. Und wir habens alle geschafft.
Und da freut man sich. Und man feiert. Und dennoch jetzt Einsamkeit. Obwohl ich genau weiß, dass die Menschen nicht aus der Welt sind. Und ich auch so mitnichten mit allen etwas unternommen habe oder werde. Trotzdem ist es dieses vertraute Umfeld, ein soziales Gefüge, das einem Sicherheit gab.
Schaue ich zurück sehe ich viele tolle, nette Menschen. Schaue ich nach vorn sehe ich Ungewissheit und einen langweiligen Sommerjob.
Vielleicht vermisse ich nicht die Menschen, sondern das Gefühl des Aufgehoben Seins. Jeder hatte seinen Platz, man kannte sich teilweise 12, 8, oder aber auch nur ein, oder zwei Jahre lang. Das ist einfach ne verdammt lange Zeit, um jetzt einfach so getrennte Wege zu gehen. Und so ist es natürlich auch nicht.
Noch dazu fühle ich mich hier nicht wohl. Ein kleiner Ort, die Freunde anderswo. Ich hier, die dort. Und bald komplett fort.
Gerade prägt Einsamkeit meinen Emotionshaushalt. Vielleicht ist das normal nach einem Abend voll Hin-und-hergerissenheit, Freude, Lachen und purem Spaß. Aber ich hätte gerne diese Leere weg. Eine Füll-Anleitung. Überall würde ich mich gerade besser fühlen als hier. So fühlt es sich zumindest an. Vermissen und Abschied. Das gehört dazu. Und ich nehme es an und hoffe es geht vorbei.
Und Freunde, denkt dran:
It's been a long day without you my friend
And I'll tell you all about it when I see you again
We've come a long way from where we began
Oh I'll tell you all about it when I see you again
When I see you again
Samstag, 2. Mai 2015
Der pre-travel-blues.
Es ist dieses Gefühl starren Abwartens.
Keine Emotion.
Vorfreude war gestern.
Oder wird erst morgen gewesen sein.
Wer weiss das schon.
Dieses stille Warten.
Da kommt etwas auf mich zu.
Aber noch ist es bewölkt. Zu lange hin, zu viel zu tun.
Ich sollte übersprudeln vor Freude, mein großes Abenteuer steht bevor. Darauf warte ich seit Jahren. Darauf arbeite ich seit Monaten hin! Das ist mein Moment! Ich stecke mitten in den Vorbereitungen.
Aber diese Vorbereitungen gestalten sich momentan lediglich aus Sparen und Geld verdienen. Und das passt mir nicht.
Zum ersten Mal ist alles ungeplant und es geht ins Ungewisse.
Und um zum Ungewissen zu gelangen, muss ich dem geplanten Tagesablauf nachgehen.
Paradoxie.
Derweil sehe ich anderen zu, wie sie meinen Traum leben.
Scheinbar.
Wer weiss das schon.
Das ist das erste Mal im gesamten Leben, dass man nicht weiß, wie das nächste Jahr verläuft. Plötzlich habe ich Entscheidungsfreiheit. Ich kann ganz für mich allein entscheiden, wie die nächste Zeit aussehen soll. Wie mein Leben aussehen soll.
Ich weiss zumindest, wie ich mein Leben nicht leben will.
Vielleicht ist genau das, der Ansatz, den ich habe. Oder es ist doch der, den man an meinen Haaren sieht.
Keiner plant in der Jugend den Rest seines Lebens, so wie er ablaufen wird.
Wer weiss das alles schon.
Aufregung kämpft gegen Ungewissheit.
Ich blicke in die Ferne und warte auf den Moment, wenn diese zwiegespaltene Spannung meine Gegenwart prägt.
Ironischerweise habe ich letztes Jahr zu anfangs noch gewitzelt und gesagt, falls ich meinen Abschluss nicht schaffe, finden mich meine Freunde an der Supermarktkasse wieder.
Sarkasmus? Damals schon, heute nein.
Mein Sommer sieht semi-vielversprechend aus.
Es ist zum Weinen. Karma hat da was falsch verstanden.
Keine Emotion.
Vorfreude war gestern.
Oder wird erst morgen gewesen sein.
Wer weiss das schon.
Dieses stille Warten.
Da kommt etwas auf mich zu.
Aber noch ist es bewölkt. Zu lange hin, zu viel zu tun.
Ich sollte übersprudeln vor Freude, mein großes Abenteuer steht bevor. Darauf warte ich seit Jahren. Darauf arbeite ich seit Monaten hin! Das ist mein Moment! Ich stecke mitten in den Vorbereitungen.
Aber diese Vorbereitungen gestalten sich momentan lediglich aus Sparen und Geld verdienen. Und das passt mir nicht.
Zum ersten Mal ist alles ungeplant und es geht ins Ungewisse.
Und um zum Ungewissen zu gelangen, muss ich dem geplanten Tagesablauf nachgehen.
Paradoxie.
Derweil sehe ich anderen zu, wie sie meinen Traum leben.
Scheinbar.
Wer weiss das schon.
Das ist das erste Mal im gesamten Leben, dass man nicht weiß, wie das nächste Jahr verläuft. Plötzlich habe ich Entscheidungsfreiheit. Ich kann ganz für mich allein entscheiden, wie die nächste Zeit aussehen soll. Wie mein Leben aussehen soll.
Ich weiss zumindest, wie ich mein Leben nicht leben will.
Vielleicht ist genau das, der Ansatz, den ich habe. Oder es ist doch der, den man an meinen Haaren sieht.
Keiner plant in der Jugend den Rest seines Lebens, so wie er ablaufen wird.
Wer weiss das alles schon.
Aufregung kämpft gegen Ungewissheit.
Ich blicke in die Ferne und warte auf den Moment, wenn diese zwiegespaltene Spannung meine Gegenwart prägt.
Ironischerweise habe ich letztes Jahr zu anfangs noch gewitzelt und gesagt, falls ich meinen Abschluss nicht schaffe, finden mich meine Freunde an der Supermarktkasse wieder.
Sarkasmus? Damals schon, heute nein.
Mein Sommer sieht semi-vielversprechend aus.
Es ist zum Weinen. Karma hat da was falsch verstanden.
Mittwoch, 15. April 2015
Kinners, wie die Zeit vergeht.
Die
Ferien sind vorüber und der Alltag hat mich wieder. In der Schule
wird es ernst und ein neuer Nebenjob wird ausgeführt.
Da
schadet ein kleiner Rückblick in die etwas entspannteren Tage wohl
kaum.
Zu
Anfang der Ferien habe ich sogleich meine Schwestern besucht und zu
dritt fuhren wir nach Prag. Ein weiterer gemeinsamer Städtetrip.
Prag ist
eine wunderschöne Stadt! Die Gehsteige!! So schön mit Mustern
verziert, das ist echt sehenswert!
Wir
haben viel gesehen und gegessen und wunderschöne Restaurants
besucht. Wir sind durch die Stadt spaziert, über Brücken
geschlendert und zur Burg hinauf gebummelt.
Das
Wetter war dank Niklas sehr wechselhaft: es hat am selben Tag
geschneit, geregnet und gescheint. Alles querbeet durch. Windig wars
natprlich auch.
Wir
haben viel gesehen und erlebt. So viel ist sicher.
Außerdem
bin ich in Prag 18 geworden, was der eigentliche Anlass zur Reise
war.
An
meinem Geburtstag haben wir etwas sehr cooles gemacht.
Nachdem
wir vor Nässe triefend in einem Gebäude ankamen und ich nicht
wusste, was auf mich zukam, erzählte uns zuerst ein Mitarbeiter eine
alte tschechische Sage. Daraufhin wurden wir mit einem Walkie-Talkie
in ein Zimmer gebracht und die Tür hinte runs verriegelt. Zum
Abschied kam noch ein 'You can start now, have fun'
Ja, wie?
Mit was anfangen?
Sichtlich
verwirrt fingen wir etwas planlos an, das Zimmer zu begutachten. Nach
und nach fanden wir Schlösser ohne Schlüssel und Türen ohne
Klinke.
Das
Ganze war ein riesiges Rätsel was es zu lösen galt. Und das
innerhalb von einer Stunde.
Das war
schon sehr witzig, als wir da immer mehr fanden und sich immer mehr
öffnete und alles irgendwann wie ein Puzzle zusammenpasste. Löcher
hinter Bildern, Zahlen auf Stöpseln und definitiv nichts unter dem
riesigen Teppich (ich habe das überprüft). Aber ein Gehstock im
Wandschrank und plötzlich auftauchende Zeichen im Spiegel.
Ein sehr
tolles Erlebnis!! In einer Stunde und zehn Minuten hatten wir es dann
auch mit etwas Hilfe durch das Walkie-Talkie und dem Mitarbeiter am
anderen Ende geschafft, den Stein der Weisen zu finden und damit die
Tür zu öffnen. Sehr Harry Potter!
Und so
toll inszeniert!! Ich bin nach wie vor begeistert, so etwas habe ich
noch nie gesehen oder erlebt.
Als wir
aus dem Haus wieder raus gingen, schien sogar die Sonne wieder, so
dass es schön warm war.
Ein
wirklich schönes Erlebnis.
Als wir
nach Hause kamen fuhr ich am nächsten Tag zu einer Freundin, um
einen Gmiade-Abend zu meistern.
Als wir
ratschten, klingelte die Tür und sie lief hinunter. Ich fragte mich
noch, wieso nicht einfach ihr Vater aufmachen konnte. Als sie wieder
herauf rannte, kam ich ihr entgegen, weil ich etwas zu trinken
wollte.
Von ihr
kam ein erschrockenes 'Was machst du denn schon hier?!'
Als wir
in der Küche angelangt sind, standen plötzlich zwei weitere Freunde
in der Küche und ich habe gar nichts gepeilt. Als dann die fünfte
im Bunde auch noch hereinkam und mich umarmte, fing ich an zu
verstehen, dass sie nicht ganz zufällig hier waren.
Eine
Überraschungsparty mit Wraps und Smoothies und Geschenken und viel
Gerede!
Sehr
gemütlich und sehr in meinem Sinne. Das war schon was.
Witzig
an Überraschungen ist immer, wie man im nachhinein das Verhalten
anderer erst versteht. Ich habe mich noch gewundert, warum meine
Schwester mich fährt, als ich den Zug verpasst hatte und so weiter.
Da merkt
man, was man an Freunden hat.
In den
nächsten Tagen wurde furt gegangen und gefaulenzt und was man in
Ferien so macht.
Die
zweite Woche verbrachte ich beim Bayerischen Rundfunk als
Praktikantin in der Fernsehproduktion. Das war schon auch sehr
interessant, aber ich werde nie Pendler! Jeden Tag dorthin fahren mit
Zug, S-Bahn, U-Bahn und zu guter letzt Bus. Und das wieder zurück.
Aber
trotzdem hab ich einiges erfahren im Praktikum. Coole Sache! Schade
war nur, dass manche Menschen wenig Lust auf nervige
Schülerpraktikanten hatten.
Der
Ausseneinsatz ging nach Regensburg zum Fussballstadion um einen
Beitrag zu filmen. Ich bin zwar kein großer Fussballgucker, aber
immerhin kann ich von mir behaupten, dass ich schonmal in der
VIP-Lounge des SSV Jahn Regensburg war. Was immer mir das in Zukunft
bringen wird.
Am
Freitag ging es im Anschluss an das Praktikum sogleich weiter zum
Bayerntreffen von Greenpeace. Ein Wochenende voller Motivation!
Eine
tolle Aktion am Samstag, Diskussionsrunden, Überlegungen, tolles
Wetter und ein super Standort! (Grand Hotel Cosmopolis Augsburg,
schaut mal rein!)
Greenpeacetreffen
sind immer ein Erlebnis. Lauter Leute, die sich auch für etwas
einsetzen wollen und die vor Ideen und Begeisterung nur so strotzen.
Und eine Offenheit, die so immens selten zu sehen ist.
Alles in
allem waren es anstrengende, dennoch tolle Ferien. Ich bin in der
zweiten Woche 14 ½ Stunden Zug gefahren! Aber ich habe tolle Sachen
erlebt und das war es wert. Dennoch hätte ich wirklich mehr für die
Schule tun sollen! Aber hinterher weiss mans immer, wa?
Stay
tuned! Analena
Dienstag, 17. März 2015
Meine eigene kleine Utopie.
Es
geht ums durchziehen.
Es
geht ums wagen.
Es
geht darum, endlich das zu sagen,
was
man will und was man denkt.
Nicht
was man soll und wer einen lenkt.
Sondern
was einen lenkt und was einen antreibt.
Ich
will wissen, wieso jeder lieber klein bleibt.
Anstatt
selbstbewusst das zu tun, was man selber will.
Das
Ziel zu verfolgen, was Traum und Wirklichkeit vereint.
Ganz
für sich allein.
Egal,
was die andren sagen.
Egal,
wie die Statistik dazu aussieht.
Denn
darum geht’s nicht.
Es
geht ums durchziehen.
Es
geht ums wagen.
Es
geht darum, endlich das zu sagen,
was
man will und was man denkt.
Was
jeder andre still verdrängt.
Weil
wir heimlich wissen, dass der recht hat,
der
das tut, was er selber will,
und
nicht das, was wir für möglich halten.
Weil
wir heimlich wissen, dass der recht hat,
der da
steht und schreit 'Ich schaff das!
Weil
ich dran glaub, weil ich das schaffen kann.
Nur
auf mein eigenes Wollen hin ist meine Grenze kenntlich.
Meine
Möglichkeiten sind anders wie der Horizont unendlich!
Ich
schaff das, weil ich das will.
Weil
alles in mir 'JA' schreit.
Und
weil ich an mich glaub.
Ganz
einfach.'
Doch
wir sind alle taub.
Wir
hören zu, doch wir verstehn nicht.
Und so
drehn wir uns um und geh'n nicht,
sondern
wir marschieren.
Wir
funktionieren wie Maschinen.
Weil
wir müssen.
Weil
wir sollen.
Weil
wir lieber tun würden, was wir wollen.
Doch
dafür sind wir viel zu träge.
Wir
machen es uns bequem.
Im
Alltag mit Mittelklasse-Diadem.
Mit
der Masse im Einklang.
Doch
horchen wir tief rein,
schreit
die Sehnsucht.
Und
sie schreit aus dem Fenster, verträumt und kantik,
-
addressiert and die Philister - durch die Brille der Romantik:
'Es
geht ums durchziehen.
Es
geht ums wagen.
Es
geht darum, endlich das zu sagen,
was
ihr wollt und was ihr denkt.
Nicht
was ihr sollt und wer euch lenkt.'
Und
der Wandrer stürmt herein.
Und er
guckt verwundert drein.
Und er
versteht nicht und so fragt er:
'Wieso
sitzen alle da?
Ganz
still und starr?
Wieso
steht denn keiner auf?
Wieso
nimmt das Leben seinen Lauf,
nur
ohne euch?
Wo
bleibt die Lust und der Elan?
Wo
bleibt die Luft voll Thymian?
Was
macht ihr hier? Warum lebt ihr nicht?
...Und
warum versteht ihr nicht?'
So
sitzen wir da und schaun uns um.
Und
wir verstehn, ganz still und stumm.
Wir
waren dumm.
Und
wir stehn auf und merken,
wir
haben alle Stärken.
Nur
die sind unterschiedlich.
Denn
wir sind gleich und doch nur ähnlich.
Wir
gehen herum und machen die ersten Schritte.
Ganz
für uns allein.
Und
wir merken, wir brauchen keinen, der uns lenkt.
Keinen,
der uns falsche Aufmerksamkeit schenkt.
Wir
müssen nur mal etwas durchziehen.
Wir
müssen nur mal etwas wagen.
Wir
müssen nur endlich das sagen,
was
wir wollen und was wir denken.
Nicht
was wir sollen.
Denn
was wir wollen, ist was zählt.
Ja,
die Individualität quält.
Aber
ohne Inhalt ist die Masse nur ein schwarzes Loch.
Ohne
Zutaten, die man mischt,
ist da
nichts, was etwas ergeben könnte.
Man
braucht einen Ergebnisraum.
Und so
merke ich ganz klamm und heimlich
ein
geistiger Ausflug im Klassenzimmer ist nicht verzeihlich.
Die
Utopie bleibt Vorstellung im kleinen Kreis.
Doch
mit Müh und Not und Fleiß
bin
ich meine eigene Utopie.
Meine
eigene kleine Utopie.
Denn
ich weiß:
Es
geht ums durchziehen.
Es
geht ums wagen.
Es
geht darum, endlich das zu sagen,
was
man will und was man denkt.
Nicht
was man soll und wer einen lenkt.
Und so
geh ich meinem eigenen Rhythmus folgend
meinen
eigenen kleinen Weg entlang.
So
ganz anders wie die Autobahn.
Mit
Steinchen und Sträuchern.
Und
Blumen und Kräutern.
Mit
Bienen und Hummeln.
Und
ich lausche dem Summen.
Ich
lausche dem Treiben.
Ich
genieße den Weg.
Und
ich verstehe nun endlich, worum es geht.
Mittwoch, 18. Februar 2015
Being vegan - Aus dem Leben einer Veganerin.
Mensch Freunde, ein Jahr vegan.
Eine
unglaublich lange und dennoch in relation gesehen eine eher kurze
Zeit.
Als
ich neulich bemerkte, dass es bald ein Jahr sein wird, habe ich noch
zu meiner Schwester gesagt: Wer hätte das gedacht? Vor ein paar
Jahren dachte ich noch, das schaffe ich nie und jetzt geht's so
einfach!
Diesen
Anlass nutze ich nun um euch ein bisschen was von den Erfahrungen und
Veränderungen etc zu erzählen.
Also
los. Ramble.
Mir
ist seit dem vieles begegnet: Unverständnis, Begeisterung,
Verwirrung, Interesse und mehr.
Über
einiges habe ich auch schon geschrieben, aber heute möchte ich
einfach mal alles zusammentragen, was mir so auffiel etc.
Like I
said: ramble.
Der
Anfang ging ja total schnell. Meine Schwester erzählte mir von einem
Buch, das sie gut fand und ich schaute es mir auch an. Ich war ebenso
begeistert und dann hab ich es einfach mal ausprobiert.
Anfangs
ging es mir gar nicht um eine lebensverändernde Entscheidung. Ich
war neugierig und wollte das ausprobieren. In dem Buch sah das so
einfach aus und ich dachte 'wieso nicht?!'
Öfter
mal was Neues wagen.
Wird
sonst ja auch langweilig.
Wie
sagte Konfuzius noch? 'It does not matter how slowly you go, as long
as you do not stop.'
Veränderung
ist gut und Unmögliches zu probieren macht es möglich.
Als
ich ein Kind war, habe ich nahezu nur tierische Produkte und Nudeln,
Reis etc. gegessen. Äpfel mit Vorliebe, seltener anderes Obst und es
war ein Event, wenn ich Gemüse gegessen habe. Mir hat es einfach
nicht geschmeckt. Keine Ahnung, welche Synapse da versagt hatte, aber
mich hat es regelrecht gewürgt.
Doch
vielleicht hatte ich mich irgendwann satt gegessen, oder so etwas.
Jedenfalls wurde der Fleischkonsum immer weniger. Irgendwann wurde
ich Vegetarierin.
Ich
weiß bis heute nicht, wieso, wenn ich ehrlich bin. Jedenfalls bin
ich eines Tages dagesessen und habe gesagt, dass ich kein Fleisch
mehr esse.
Das
war in der 8. Klasse. Ich war 13 Jahre alt und hatte das im Herbst
entschieden. Doch so von null auf hundert hat das erstmal nicht
geklappt. Zum Beispiel hatte sich einmal eine Freundin unser
Lieblingschinesischgericht bei dem Restaurant, bei dem wir damals
manchmal waren, gekauft, und ich habe ein Stückchen vom Fleisch
gegessen. Mehr Beispiele weiss ich gar nicht mehr, aber ich weiss
noch, dass ich es anfangs nicht hundertprozentig durchgezogen habe.
Doch
oh wunder, die guten Neujahrsvorsätze sind da. Und es war Silvester,
als ich mir gedacht habe 'Ne, das brauchste eigentlich echt nicht.'
Und so
wars dann auch. Von da an habe ich es durchgezogen. Fisch war noch
eine Grauzone bis wir in Ethik über Konsum geredet haben und ich das
dann auch von meiner Speisekarte eliminiert hatte. Das war kein
großer Schritt, Fisch aß ich sowieso nur selten. Dann musste ich
letztendlich anfangen, mehr Gemüse zu essen. Ich musste ja die
fehlenden Bestandteile irgendwie ersetzen. Und irgendwie ging es
erstaunlich einfach, wenn man bedenkt, wie es mich früher geekelt
hatte.
Doch
ich bin ein Mensch, dem Dinge sehr schnell zu langweilig werden. Ich
brauche Abwechslung. Deshalb habe ich auch nur wenige Apps auf meinem
Handy. Spiele, die ich mir runterlade, bleiben nur ein paar Stunden,
manchmal nur ein paar Minuten auf meinem Handy, bis es mir zu
langweilig wird und ich sie wieder lösche. Genauso hatte ich nie ein
Hobby, das ich über Jahre hinweg verfolgt habe. Grundlegende
Interessen ja, aber so ein konkretes Ding nein. Ich lege mich einfach
nicht gerne fest und mag neue Dinge probieren.
Also
drei Jahre Vegetarier hat gereicht, danach sollte es der vollkommene
Verzicht auf tierische Produkte sein. Zunächst begrenzt auf die
Ernährung.
Doch
wenn man auf tierische Produkte aufgrund der Ethik verzichtet, ist es
einem mit der Zeit unmöglich, dies nur in der Ernährung zu tun.
Das
ist ein Selbstläufer, der sich entwickelt. Ich habe Blogs gelesen,
Internetforen durchforstet und Filme gesehen. Wieso sollten Tiere
weiterhin für meine Kosmetik ausgebeutet werden?!
Und so
fing ich an, mich mit Inhaltsstoffen, Alternativen und neuen Wegen
auseinanderzusetzen.
Veganismus
wird oft als Verzicht auf etwas dargestellt. Man verzichtet auch auf
Produkte. Aber viele denken, dass ich dadurch in meiner Ernährung
eingeschränkt bin und das ist definitiv nicht der Fall. Ganz im
Gegenteil habe ich im Laufe des letzten Jahres so viele neue Produkte
entdeckt, die ich nun regelmäßig benutze. Kokosöl Freunde,
probiert Kokosöl! Oder selbstgemachte Cremes, oder Gesichtswasser,
und und und.
Im
Sommer habe ich mir zum ersten mal die Haare mit Henna gefärbt. Ich
bin da drauf gestoßen und ich färbe meine Haare schon länger mit
konventionellen Haarfärbemitteln und wollte das ausprobieren. Und
seitdem möchte ich nichts anderes mehr verwenden. Meine Haare haben
eine interessantere Struktur bekommen, sind dicker geworden (das
hängt vielleicht auch mit der Ernährung zusammen) und die Farbe
gefällt mir.
Und
das alles war schließlich erst der Anfang. Es gibt noch so viele
Bereiche, in die ich eintauchen möchte. Zum Beispiel möchte ich
alternative Haarwaschprodukte ausprobieren, wie Waschnüsse oder so
etwas. Und mehr selber machen. Viel mehr selber machen.
Veganismus
ist ein Lebensstil. Da steckt so viel mit drin. Da geht’s nicht nur
um Ernährung und das kennen von Inhaltsstoffen, da geht’s um so
viel mehr. Gegen Konventionelles und Gewohntes.
Eine
Sache, die mir aufgefallen ist ist, dass sich nahezu jeder Veganer
dafür rechtfertigt, Veganer zu sein. Sei es in einem Interview oder
in den ständig aufkommenden Diskussionen.
Dann
rechtfertigen sich die bewussten Konsumenten dafür, dass sie sich
bewusst ernähren. Aber warum sollte ich mich meines Konsums wegen
rechtfertigen?!
Hat je
ein Fleischesser sich bei mir dafür entschuldigt, dass er neben mir
seinen Döner mit seinem zusammengepressten Ekelfleisch
runterschlingt? Hat sich je einer bei mir dafür entschuldigt, dass
er sein Discounterhackfleisch in seinen Warenkorb legt?
Nein!
Aber von Veganern kommen Sätze, wie 'Ich hab ja nichts gegen die
Leute, die Fleisch essen, nur für MICH ist das leider nicht ok.'
Oder 'ICH kann das halt nicht für mich verantworten, aber ich hab
nichts dagegen, wenn IHR Fleisch esst.'
Und
wenn man dann aber sachlich argumentiert, kommen nur trotzige
Antworten der anderen, wie 'Mir egal, mir schmeckt es trotzdem!'
Sag
mal, wie alt seid ihr bitte?! Da kommen mir doch tatsächlich
trotzige oder überhebliche oder abschätzige Antworten entgegen, als
würde man im Kindergarten das Lieblingsteletubbie des anderen
kritisieren. 'Lila ist aber nicht so schön, wie gelb.' 'Mir egal,
mir gefällt der trotzdem besser.'
Und
dann sagen Leute zu mir, dass sie so Veganer wie MICH ja ok finden,
aber solche nicht mögen, die so etwas wie 'Ih, du isst Fleisch'
sagen.
Diese
Aussage ist auf so vielen Ebenen verquer, aber das interessante ist
ja, warum ihnen das nicht gefällt. Dann müssten sie nämlich ihren
Konsum infrage stellen.
Aber
es ist in Ordnung, wenn ich mir Kommentare über meinen Matchadrink
anhören muss, weil der komisch aussieht.
Was
ist da los?
Wir
sind so verblendet! Und es ist uns schlichtweg egal.
Ich
möchte viel lieber den aktivistischen Aspekt noch hinzufügen, aber
dazu muss ich mir erstmal Fakten merken können, sonst wird das
nichts.
Im
konservativen Bayern ist noch ein weiter weg bis das alles gewohnt
ist. Aber immerhin besteht ein gewisses, langsames Umdenken. Mit der
Zeit verändert sich die Gesellschaft. Das merkt man an den
Produkten, an den Geschäften und ein bisschen an den Konsumenten.
Ich
würde mir wünsche, dass das alles noch ein wenig schneller geht,
damit ich mir nicht bei jedem Gespräch zwangsläufig irgendwann die
altgewohnten Sprüche anhören muss.
Aber
vielleicht verlange ich da zuviel.
Zusammenfassend
kann ich sagen, dass Veganismus für mich anfangs nur ein Projekt
war, welches sich zu einem neuen Lebensstil entwickelt hat.
So ich
glaube, das wars. Freunde ich hoffe, dass war nicht zu viel
herumgequatsche, aber das lag mir schon lange auf dem Herzen.
Stay
tuned. Adios!
Mittwoch, 4. Februar 2015
Schneegestöber & poetische Verzweiflung.
Das
Leben ist ein einziges Auf und Ab.
Doch Bewegung gibt positive Impulse.
Dann
lese ich vergangene Texte und freue mich über die Veränderung.
Aber die Ästhetik macht es kostbar. Und kostbare Dinge soll man
wertschätzen.
Poetische
Verzweiflung.
Da lieg ich Stunden wach da und
träume doch.
Ich
träume mich in eine Welt hinein, von der ich weiß, dass ich sie nie
leben werde.
Ich
träume von Menschen, die mich nie kennen werden.
Ich
träume von Dingen, die nie passieren werden.
Und
dann liege ich wach da.
Und
träume doch.
Das
Herz schlägt bis zum Hals.
Und
ich nehme es trotzdem nicht wahr.
Vielleicht komme ich ja eines
Tages damit klar.
Und
dann liege ich wach da.
Und
träume doch.
Ich
verpasse Stunden, die ich erleben könnte um Stunden zu erleben, die
ich nicht leben könnte.
Emotionslosigkeit.
Einfach
weg. Einfach raus. Einfach nicht mehr ich sein.
Abonnieren
Posts (Atom)








